Unser neuer DLG SALPetra – die Weiterentwicklung des bewährten SALPeter

SALPetra 1_.

Komplettset der SALpetra mit Standarddesign

SALpetra Design-Philosophie

Konstruktion und Bau unseres neuen DLGs für windige Bedingungen waren Ende 2016 endlich konvergiert – nun hier noch ein paar Erklärungen zu den Hintergründen bei Design und Auslegung.

Konzept

Zu Beginn der Designphase, die mit einigen Unterbrechungen nach ca. 2009 zurück reicht, war vorgesehen, die SALpetra als die sehr durchsetzungsstarke Ergänzung zum SALpeter für Windstärken nahe dem FAI-Limit auszulegen.
Es wurde aber recht bald klar, dass dies kein besonders vielversprechender Weg sein würde. Für die meisten Wind-Wettbewerbe muss mehr Fokus auf bestem Gleiten bei mittlerem Wind liegen, mit Reserven für die Extrem-Situationen, aber auch nach unten.

Eine neu entwickelte Profilserie mit deutlich reduzierter relativer Dicke, um vor allem im mittleren cA-Bereich Gleiten zu gewinnen, ist der Schlüsselpunkt für die beeindruckend gesteigerte Gleitleistung. Dabei wurde besonders auf die Performance bei etwas erhöhter Flächenbelastung Wert gelegt, um dem Ziel der Auslegung als Wind-Flieger gerecht zu werden. Vor allem bei Bedingungen um 4-7 m/s ist es faszinierend, wieviel besser die SALpetra sich dann gegenüber anderen Modellen durchsetzen kann und wesentlich besseres Springen zwischen einzelnen Thermikblasen ermöglicht.

Der SALpeter ist nach wie vor ein Flieger, der vor allem im Langsamflugbereich und beim engen Kreisen brilliert und sich damit für Schwachwind-Verhältnisse prädestiniert. Durch das geringere Gewicht und das sehr gutmütige Handling kann die SALpetra aber ebenfalls in diesem Bereich überzeugen – und erlaubt durch die neue Profilierung sogar noch spürbar weiter gesteigerte Abgleitzeiten. So ergibt sich ein DLG mit extrem breitem Einsatzbereich!

Flügel
Dem temporären Trend zu stark erhöhten Streckungen zum Gewinn von Wurfhöhe wurde bewusst nicht gefolgt, da es für die erreichbare Flugzeit unter realistischen Bedingungen typischerweise wichtiger ist, eine bessere Modellperformance zu haben. Insbesondere Unterschiede im geringsten Sinken und beim Kreisen vervielfachen sich bei leichtem Aufwind – und entscheiden oft darüber, ob eine leichte Thermik zu Höhengewinn oder Absaufen führt. Auch das beste Gleiten verbessert sich mit hochgestreckten Flügeln wegen des ungünstigen Re-Zahl-Einflusses nicht notwendigerweise, so dass der potentielle Vorteil des Wurfes nach einiger Zeit in aktiver Luft schnell dahin geschwunden ist. Auch ergeben sich Schwierigkeiten mit der Aeroelastik und der Integration von Servos in der Fläche, die wiederum für steife Klappen sehr wichtig ist.

Um in dieser Hinsicht keine Kompromisse einzugehen, wurde schlussendlich die Wurzeltiefe gegenüber dem SALpeter nur moderat von 184 auf 176 mm verringert und der Flächeninhalt von 22.2 dm² auf 21.5 dm² (proj.) reduziert. In Verbindung mit dem neuen Profilstrak kann man so immerhin mindestens 10% leichter fliegen und trotzdem ein besseres Gleiten gegen den Wind erreichen.

Durch eine leicht veränderte Randbogengestaltung mit geänderter Krümmungsverteilung wurde erreicht, dass die SALpetra deutlich bessere Flugleistungen hat, ohne dass eine unberechenbare Zickigkeit in Kauf zu nehmen wäre.

Und es mag auf den ersten Blick täuschen – durch die für die SALpetra entwickelte Halbkern-Technologie wurde die flächenspezifische Flügelmasse auf ca. 5.2 g/dm² gesenkt (mit Servos und Anlenkungen von 6.4 g/dm² beim SALpeter auf 6.3 g/dm²). Damit liegt das Standardgewicht für den SALPetra Doppelcarbon-Flügel bei ca. 134 g mit LDS und Servos. Flächen bis hinunter zu 125 g mit Servos sind aber auch möglich.

Aerodynamisch saubere Integration des LDS mit glatten Hutzen erlaubt gleichzeitig eine Vergrößerung der Hebellänge

Aerodynamisch saubere Integration des LDS mit glatten Hutzen erlaubt gleichzeitig eine Vergrößerung der Hebellänge

Klappenausschlag mit dem SALpetra LDS

Klappenausschlag mit dem SALpetra LDS

Leitwerke

Die bewährten Leitwerke vom SALpeter wurden übernommen, da hier die Technologie ausgereift ist und so auch eine Weiterverwendbarkeit existierender Teile gegeben ist. Das Gesamtgewicht liegt trotz der Vollkohle-Bauweise mit um 11 g sehr niedrig.

Rumpf

In Verbindung mit einem geringeren Rumpfgewicht, welches überwiegend durch den kürzeren Leitwerksträger und einen kleineren Querschnitt des Rumpfbootes erreicht wird, ergibt sich ein deutlich leichterer Flieger.
Beispiel Rumpfausbau SALpetra

Beispiel Rumpfausbau SALpetra

Die reduzierte Oberfläche und die querovale Form reduzieren den Widerstand bei Wurf, vor allem in der kurzen Schiebephase nach dem Wurf. Die kleinere Haube sorgt für mehr Robustheit des Vorderrumpfes, ohne jedoch die Installation der Komponenten einzuschränken.

Der erste Rumpf-Prototyp wurde noch mit unten liegendem Höhenleitwerk gebaut. Aber für bessere Kreiseigenschaften wurde das Leitwerk wieder auf oben liegend geändert – was zu einem absolut ausgewogenen und harmonischen Flugverhalten führt.

Für das Seitenleitwerk wurde für Vereinfachung der Verklebung und bessere Festigkeit der Verbindung eine beidseitige Abflachung am Leitwerksträger vorgesehen.

Die Flächenbefestigung wird formschlüssig über eingeformte Sicken in Rumpf und Flügel und zwei Schrauben vorgenommen. Durch die Verlagerung der vorderen Mutter nach oben, wird im Rumpf Platz für den von vorn zu installierenden Ballast geschaffen. Wolfram-Ballastsets sind auf Wunsch verfügbar.

Ballastsystem SALpetra

Das Standard-Ballastsystem für die SALpetra sieht eine variable Zahl an Wolfram-Gewichten vor.

Insgesamt ist es doch immer wieder faszinierend, dass mit Entwicklungsaufwand doch nochmal deutliche Steigerungen in Performance und Handling erreichbar sind. Die SALpetra jedenfalls setzt nochmal deutlich eine Schippe drauf.

Andreas H., Nov. 2017

 

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